Wirtschaft
Immer wieder wird den Bürgern erklärt, dass der ausgeglichene Bundeshaushalt absolute Priorität genießt und vieles nicht finanziert werden kann.
Bei der Rettung von Spekulanten, Banken und unfähigen Managern des Finanzsystems ist plötzlich Geld in Hülle und Fülle da. Ausgeglichener Haushalt - ach was!
Die Vertreter des großen Geldes wollen nicht regulierte Märkte und schwafeln vom freien Spiel der Kräfte und der "Selbstregulierung der Märkte", so lange alles gut geht und exorbitante Profite durch riskante Spekulationsgechäfte möglich sind. Haben sie sich aber grandios verspekuliert, sollen Staat und Steuerzahler die Verluste sozialisieren. -
Auch eine Auffassung, die aber immer wieder funktioniert.
Ein Lehrbeispiel für zügellosen Kapitalismus liefert derzeit das internationale Bankensystem. Spekualtionsgewinne werden selbstverständlich privatisiert und die unvorstellbaren Verluste mit dem drohenden Zusammenbruch des Bankensystems finanziert der Steuerzahler - in Deutschland wie in den USA. Kapitalismus pur eben!
Warum werden wir von Medien, die in der Regel Aktionären gehören, Tag für Tag über neue Bedrohungslagen in Georgien, die bösen Russen, den islamistischen Terror berieselt? - Das Stockholmer Friedeninstitut hat jetzt die Gründe benannt. Aktionäre machen mit Kriegen und Konflikten beste Profite und wir Steuerzahlen finanzieren die Rüstung. Im Gegenzug werden Leistungen des Sozialstaats gekürzt.
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