Die Berger Sozialdemokraten wollen das Hallenbad an der Schulstraße erhalten und generalsanieren. Jetzt besuchten die Berger Sozis unter Führung der Bürgermeister Helmut Himmler und Georg Späth zusammen mit der Wasserwacht mit Vorsitzendem Michael Zaschka an der Spitze das Hallenbad in Kümmersbruck bei Amberg.
Himmlers SPD-Parteifreund Richard Gassner informierte die Besucher aus der Gemeinde Berg zusammen mit den planenden Architekten über die abgeschlossenen Planungen in Kümmersbruck und dass bereits im April mit der Generalsanierung begonnen werde. Im Herbst 2015 soll die neue und attraktive Einrichtung in der 10.000-Einwohner-Kommune für den Schwimmsport und die Bevölkerung wieder zur Verfügung stehen.
Berg und Kümmersbruck haben die Gemeinsamkeit der unmittelbaren Nähe zu Mittelstädten - Amberg und Neumarkt. Gassner machte auch deutlich, dass man keine Konkurrenz zum Kurfürstenbad Amberg mit 13 Attraktionen entwickeln könne, sondern bewusst auf eine kleine, attraktive Einheit für den Sport, Gesundheit, die Schulen und den Freizeitwert für die Bürgerinnen und Bürger setze. Kümmersbruck werde rund 5 Millionen Euro für die Modernisierung des Hallenbades investieren. Die Besucherzahlen seien zwar von 89.000 im Jahr 1977 auf zuletzt 34.000 Besucher im Jahr 2013 zurückgegangen - trotzdem wolle man sich diesen relativen Luxus im Sinne der Attraktivität der Gemeinde auch in Zukunft leisten. Im Gemeinderat habe es da immer eine klare Befürwortung gegeben. Die Defizite lagen - so der Kümmersbrucker Bürgermeister - beim Betrieb des Hallenbades zuletzt bei rund 150.000 Euro pro Jahr.
Von besonderem Interesse waren auch die Ausführungen der Architekten zu den Farb- und Beleuchtungskonzepten sowie die Ausweitung der Nutzungsfläche in die an das Bad angrenzenden Grünanlagen. Dadurch kann eine bessere Attraktivität in den Sommermonaten erreicht werden. Auch in Berg ist eine solche Nutzungserweiterung möglich und sinnvoll, da der Betrieb dann ganzjährig laufen soll.
Bürgermeister Helmut Himmler äußerte sich in der Bewertung des Besuchs in Kümmersbruck sehr anerkennend über das große „Pro-Hallenbad-Engagement“ in Berg. Das sei ein Musterbeispiel für gelebte Demokratie gewesen und die zahlreichen Befürworter des Hallenbades könnten jetzt erfahren, dass Engagement vor Ort sich lohnt und dass man manchmal seine Ziele nur durch Beharrlichkeit erreicht. Das Hallenbad gehöre in der Bevölkerung zur selbstverständlichen Sport-, Schul- und Freizeitinfrastruktur und passe – wie häufig vorgetragen – auch gut in das Familienkonzept der Gemeinde. Die Qualität der Kinder- und Jugendarbeit der Berger Wasserwacht sei ohnehin bekannt. Vor allem die SPD in Berg und speziell Georg Späth hätten sich immer nachdrücklich für den Erhalt des Hallenbades eingesetzt. Das komme jetzt auch so, obwohl die Generalsanierung und der Betrieb eines Hallenbades für eine Gemeinde in der Größenordnung von Berg eine starke finanzielle Beanspruchung bedeute.