Im Gemeinderat Berg herrschte nunmehr große Zustimmung zur neuen Machbarkeitsstudie, die nach einem Ankauf von Grundstücken am Schul- und Sportgelände durch die Gemeinde erstellt wurde und den Neubau einer vergrößerten Zweifachturnhalle am jetzigen Standort am Hallenbad ermöglicht. Mit dem Schulsportplatz kann somit ein attraktives Sportzentrum für die Gemeinde Berg entstehen.
Bürgermeister Helmut Himmler hatte den Architekten das Kostenvolumen vorgegeben, welches sich an den reinen Sanierungskosten des Gebäudekomplexes Hallenbad - Turnhalle orientieren müsse.
Die Architekten Rico Lehmeier und Johannes Berschneider stellten den Mitgliedern des Gemeinderates die neu erstellte Machbarkeitsstudie "Neubau Sporthalle mit Erhalt der Schwimmhalle" vor.
Diese Studie beinhaltet folgende Bauwerke:
Sanierung der Schwimmhalle mit Umkleiden
Abbruch der alten Turnhalle
Neubau einer Sporthalle mit Geräteräumen
Neubau von Überdachungen und Zugängen (Eingangs-/Buswartebereich: Vordach, Überdachung zwischen Schulgebäude und Umkleidetrakt im Bereich des Hartplatzes)
Sanierung der Umkleiden (Turnhalle - UG)
Außenanlagen (Umgriff Sporthalle, Parkplatz neu, Anpassungen im Bereich Schwimmhalle/Terrasse - Liegewiese)
Sonderausstattungen beim Neubau der Sporthalle mit Einbau eines Aufzugs (Schwimmhalle)
U. a. wurden die Rahmenbedingungen dieser Machbarkeitsstudie aufgezeigt:
Kurze Wege vom Schulgebäude, überdachte Zugänge möglich
Kompakte Bauweise
Hartplatz kann erhalten bleiben
Nutzung des gesamten Umkleide- und Sanitärbereichs im Bestand
Barrierefreie Erschließung beider Funktionsbereiche
Hallengröße auf Handballfeld ausgelegt, lichte Höhe 7,00 m
Geschätzte Bau- und Nutzungskosten:
Baukosten Sporthalle: 3.970.000 €
Baukosten Generalsanierung Schwimmhalle 4.500.000 €
Abbruch Turnhalle 180.000 €
Baukosten Freiflächen
Parkplatz 550.000 €
Anpassungen Schwimmhalle 100.000 €
Teil d) gesamt incl. Baunebenkosten 100.000 € 750.000 €
Gesamt-Baukosten Studie VIII: ca. 9.400.000 €
abzgl. Förderungen - 2.000.000 €
Gesamt-Baukosten (abzüglich Förderungen) ca. 7.400.000 €
Zur Nutzungskostenschätzung führte Architekt Lehmeier aus, dass sich - gerechnet auf 30 Jahre (angenommener Lebenszyklus solcher Einrichtungen) - absehbare Nutzungskosten von rund 20.900.000 Euro brutto ergeben würden.
Nach eingehenden Diskussien im Gemeinderat erläuterte Bürgermeister Himmler, dass die mit dem Architekturbüro Berschneider erarbeitete Studie weitestgehend alle Vorschläge - welche im Vorfeld im Gemeinderat vorgetragen worden sind - berücksichtigt habe und somit die "Konsenslösung" vorliege. Bei der Erstellung von Planungen sei zudem immer abzuwägen, was erforderlich und machbar ist - jedoch immer unter der Berücksichtigung der Kosten, die bei stolzen 9,4 Millionen Euro und auf 30 Jahre hinweg bei nahezu 21 Millionen Euro liegen werden. Das sei eine gewaltige finanzpolitische Aufgabe, denn jedwedes Projekt müsse solide und verantwortungsbewußt finanziert werden.
Abschließend zeigten die Architekte und Bürgermeister Helmut Himmler die Vision der sog. städtebaulichen Entwicklung an der Schulstrasse mit Sportzentrum, neuem Platz und Durchgrünung des Festplatzes gegenüber der Schule.