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Schule für die Konzerne: Ein Konjunkturprogramm in der Bildungsrezession

Veröffentlicht am 02.03.2019 in Bildung

Es fehlt an Lehrerinnen und Lehrern. Im Juni vergangenen Jahres, als der Nationale Bildungsbericht vorgestellt wurde, redeten diesbezüglich um den heißen Brei.

Länderbildungsminister Holter (Thüringen), Rabe (Hamburg) und Eisenmann (Baden-Württemberg) sowie Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.
Aus dem Bericht selbst geht aber hervor, dass in den nächsten fünf Jahren 50000 Lehrerstellen unbesetzt bleiben werden. Zudem sinkt angesichts widriger Studienbedingungen die Zahl der Lehramtsstudenten. Und warum studieren, sich dem Vorbereitungsdienst aussetzen, wenn Seiteneinsteiger die Lücken füllen? Allein im Jahr 2017 wurden 4 000 Seiteneinsteiger eingestellt, in Berlin 1 266, in Sachsen 1 086 und in NRW 789.
Im vergangenen November gab die Kultusministerkonferenz (KMK) zu, dass bis 2030 weit weniger ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung stehen, als benötigt werden. Bedarf 2018: 42000 – Angebot: 30000. Nach Darstellung des Deutschen Lehrerverbands fehlen fast 40000 Pädagogen. Insbesondere an den Grund- und Förderschulen sei die Lage dramatisch. In Berlin sind 70 Prozent der neu eingestellten Lehrer im Grundschulbereich Seiteneinsteiger ohne jegliche pädagogische Vorbildung.
Die Vorsitzende der GEW NRW, Dorothea Schäfer, sagte am 1. Februar: „Der Lehrkräftemangel ist keine Eintagsfliege, sondern ein Dauerphänomen.“ Sie monierte die geringe Zahl von Einstellungen zu Beginn des Schulhalbjahres.
Quelle: unsere zeit

 

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