H1N1 und die Pharmariesen - Steuergeld für Impfstoff-Forschung
Der Bund hat die Entwicklung eines Pandemie-Serums bei GSK und Novartis gefördert – mit 10 Millionen Euro.
Immer mehr Infizierte, immer mehr Tote: An Horrormeldungen über die Schweinegrippe fehlte es Ende 2009 nicht. Doch wirklich gefährlich war nur die mediale Panikmache.
Druck der Pharmaindustrie für Schweinegrippe-Impfung
Mit dem möglichen Druck der Pharmaindustrie auf Regierungen zum Einkauf großer Mengen Schweinegrippe-Impfstoffe will sich der Europarat in Straßburg beschäftigen. Die parlamentarische Versammlung werde auf Initiative des deutschen Sozialdemokraten und Arztes Wolfgang Wodarg am 26. Januar eine Anhörung mit Vertretern der Pharmaindustrie und der Weltgesundheitsorganisation WHO veranstalten, sagte eine Sprecherin der Staatenorganisation am Montag in Straßburg. Noch sei nicht klar, ob die Sitzung öffentlich sei oder hinter verschlossenen Türen stattfinden würde. Die Pharmaindustrie habe die Gefahr der Schweinegrippe hochgespielt und die Regierungen unter Druck gesetzt, sagte Wodarg am Montag der Deutschen Presse Agentur dpa. «Es ist mir unverständlich, wieso die nationalen Forschungsinstitute da mitgemacht haben.» Bereits im Dezember hatte Wodarg eine Petition gegen den «falschen Alarm» lanciert, der «Millionen gesunde Menschen der überflüssigen Gefahr von Nebenwirkungen nicht ausreichend getesteter Impfstoffe aussetzt».
Quelle: Krankenkassen-Newsticker
Was macht eigentlich die Schweinegrippe?
In diesem Beitrag finden Sie auch den Vertrag des Bundes und der Länder mit GSK über die Bereitstellung eines Pandemie-Impfstoffs für die Bundesländer zwischen GlaxoSmithKline und dem Bundesminister für Gesundheit.
Quelle: Spiegelfechter
Redaktionen im Viruswahn
Immer mehr Infizierte, immer mehr Tote: An Horrormeldungen über die Schweinegrippe fehlte es Ende 2009 nicht. Doch wirklich gefährlich war nur die mediale Panikmache.
Die Schweinegrippe und das Virus H1N1 waren aus Sicht vieler Medienkritiker eine Medien-Pandemie, angetrieben von den Boulevard-Medien, wie immer allen voran der Super-Spreader Bild-Zeitung. Wie sich ein Thema möglichst lange «kochen« lässt, das hat Bild bei der Schweinegrippe aus rein handwerklicher Sicht vorbildlich gezeigt und jede nur denkbare Variante gefunden und meisterhaft genutzt, um aus der Schweinegrippe etwas Leserwirksames herauszuquetschen.
Die Leser wurden durch das Wechselbad aus Panikmache und vorgeblicher Aufklärung gescheucht:
Aufregen: »Aufstand gegen Spezialimpfstoff für Politiker« (19.10.2009)
Panikmachen: »Professor befürchtet in Deutschland 35.000 Tote« (21.10.2009)
Aufregen: »Impfchaos« (23.10.2009)
Panikmachen: »Infektionen explodieren« (3.11.2009)
Aufklären: »So schützen Sie sich« (7.11.2009)
Aufklären: »Für wen ist Schweinegrippe am gefährlichsten?« (11.11.2009)
Beruhigen: »So schützen Sie sich ohne Impfung« (16.11.2009)
Panikmachen: »Kind (1) stirbt nach Impfung« (17.11.2009)
Beruhigen: »Bild testet Impfung« (26.11.2009)
Quelle: Message