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Rentenversicherung nicht direkt von Krise betroffen

Veröffentlicht am 16.10.2009 in Soziales

Die Deutsche Rentenversicherung und das Bundessozialministerium haben Berechnungen des Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) zurückgewiesen, wonach die Wirtschaftskrise die Renten künftiger Ruheständler um acht Prozent schrumpfen lässt. Die bereits vor drei Wochen veröffentlichten, aber erst jetzt von einer Boulevard-Zeitung groß präsentierten Zahlen des MEA beruhten auf “extrem pessimistischen Annahmen”, die offenbar nur den Zweck hätten, “das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu untergraben”, sagte ein Ministeriumssprecher am Dienstag.

Die Deutsche Rentenversicherung selbst nahm zu den Thesen des von der privaten Versicherungswirtschaft gesponserten Instituts so Stellung: “Die Gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist anders als private Alterssicherungssysteme nicht unmittelbar von der Finanzkrise betroffen. Da die Rentenversicherung im Umlageverfahren finanziert wird, müssen die eingehenden Beiträge nicht am Kapitalmarkt angelegt werden und können demzufolge auch nicht von Wertverlusten betroffen sein. Lediglich die Nachhaltigkeitsrücklage wird am Kapitalmarkt angelegt, allerdings nur bei Kreditinstituten, die einem inländischen Einlagensicherungsfonds angehören. Die Modellrechnungen von Professor Börsch-Supan, die aufgrund der Krise von langfristig geringeren Renten ausgehen, sind nur dann nachvollziehbar, wenn man unterstellt, dass die Krise das Lohnniveau nicht nur kurzfristig, sondern auf längere Dauer absenkt. Hierfür gibt es aber keinen ökonomisch plausiblen Grund.
Quelle: Ihre Vorsorge

Anmerkung: Falsch. Der Versicherungsvertreter mit Professorentitel hat immer einen plausiblen Grund. Immerhin wehrt sich die Deutsche Rentenversicherung gegen allzu dreiste Lobbyarbeit im Mantel der Wissenschaft.

 

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