Versicherte und Experten sorgen sich um die Garantiezahlungen aus Lebensversicherungen. Die Institute bestreiten eine Instabilität scharf. Doch sie wecken Zweifel, wenn sie Erleichterungen von der Regierung verlangen. Bei Politikern und Betroffenen wächst der Unmut.
Hintergrund sind Sorgen von Versicherten und Experten, ob die Assekuranz ihre Zusagen an die Kunden angesichts der niedrigen Zinsen auf den Finanzmärkten einhalten kann. Und indirekt nährt die Branche sogar Zweifel an ihrer Stabilität, indem sie von Bundesregierung und Bundestag Erleichterungen verlangte – und erhielt: Am Mittwoch hatte der Finanzausschuss auf Drängen der Versicherungslobby eine Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes beschlossen. Künftig müssen die Gesellschaften ausscheidenden Kunden nicht mehr 50 Prozent der stillen Reserven aus den Kapitalanlagen auszahlen, sondern nur einen je nach Kapitalmarktumfeld deutlich reduzierten Wert. Wenn das Gesetz in Kraft tritt, werden Kunden mit ablaufenden oder gekündigten Verträgen spürbar weniger erhalten. Gleichzeitig wird die Stabilität der Versicherer gestärkt.
Quelle: FTD
Anmerkung des NDS-Lesers J.A.: So werden mal eben die Auszahlungen für die Versicherungskunden gesenkt.
Haben wir dann die fällig öffentliche Bemerkung aus der Politik zur Unsicherheit der “kapitalgedeckten” Altersvorsorge gelesen?