Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich nach Ansicht von Schleswig-Holsteins FDP-Landeschef Wolfgang Kubicki bisher als «chaotischer Hühnerhaufen» präsentiert. Die die Umfragewerte der Koalition sinken selbst bei denen ins Bodenlose, die als Stammwähler gelten. 92 Prozent der Topentscheider senken den Daumen.
Schwarz-Gelb: Die Elite senkt den Daumen
Mit Blick auf die FDP sagte Kubicki am Samstag im Deutschlandradio Kultur, dass die Partei in Umfragen von fast 15 Prozent auf rund 5 Prozent gesunken sei, «das ist schon eine Klatsche, im wahrsten Wortsinn, die es so in der Geschichte Deutschlands noch nicht gegeben hat». Das hat nicht einmal Gerhard Schröder geschafft: Die die Umfragewerte der Koalition sinken selbst bei denen ins Bodenlose, die als Stammwähler gelten. 92 Prozent der Topentscheider senken den Daumen. Mehr als drei Viertel der Chefs befürchteten, dass Union und FDP zu schwach seien, um die anstehenden Probleme des Landes angemessen zu meistern, schreibt das Magazin. Selbst das jahrelang positive Image von Angela Merkel bei der Elite habe gelitten. Eine relative Mehrheit von 49 Prozent halte sie mittlerweile für eine schwache Kanzlerin. Das sei ein Anstieg von mehr als 25 Prozentpunkten im Vergleich zum Dezember 2009 und Merkels schlechtester Wert seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2005.
Quelle: FR
Anmerkung: Eine kleine Erläuterung sollte diese Meldung der FR schon wert sein. So könnte man fast meinen, die Kapitalseite und die ihre Nachtwächter in der Politik sähen das Versagen von Schwarz/Gelb genauso wie die der Rest der Bevölkerung. So dürfte beispielsweise die Wirtschaftsredaktion der FR kaum die mehrheitliche Auffassung der “Topentscheider” teilen, dass das Hinauszögern des 750-Milliarden-Euro-Rettungspaket in der Griechenlandkrise richtig war.
Auch geht unseren Entscheidern das Sparpaket nicht weit genug. So plädieren 86 Prozent dafür, die Steuervorteile bei Schicht- und Nachtarbeit zu streichen.