SPD Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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Bundeswehr - keine Besatzungsarmee

Veröffentlicht am 08.04.2010 in Bundespolitik

Wann und wie verlassen unsere Truppen Afghanistan, wenn wir dort nicht mehr erwünscht sind?
Wenn Hamid Karsai nicht mehr an den Sieg der Nato glaubt und davon ausgehen muss, dass diese in absehbarer Zeit abzieht, dann ist seine Reaktion durchaus rational.

Als Besatzer taugen wir nicht
Die Anwesenheit westlicher Truppen in Afghanistan basiert auf dem Willen der afghanischen Führung. Die Nato-Streitkräfte sollten jene Taliban besiegen, die aus dem Land ein nach unseren zivilisatorischen Maßstäben mittelalterliches Land ohne freie Wahlen und gleiche Rechte für Mädchen und Frauen gemacht hatten. Das jedenfalls war der Zustand, auf den die alliierten Truppen stießen, nachdem sie von Karsai gerufen worden waren. Wenn sich nun zeigt, dass Karsai seine eigenen Verbündeten gegen die afghanische Bevölkerung ausspielt, weil er an einen Sieg nicht mehr glaubt, wenn er sie als ausländische Besatzungsmacht darstellt, weil er seine Haut retten möchte, kann es nur eine Reaktion geben: Afghanistan verlassen.
In nicht einmal zwei Wochen wird der Oberkommandierende der Isaf-Truppen in Afghanistan, General Stanley McChrystal, in Berlin sein. Diese Reise schließt unmittelbar an den Amerikabesuch der Bundeskanzlerin an. Einen isolierten Abzug einzelner Kontingente kann es nicht geben. Aber beim Treffen von Angela Merkel und Barack Obama wird dieses Thema ganz oben stehen: Wann und wie verlassen unsere Truppen Afghanistan, wenn wir dort nicht mehr erwünscht sind?
Quelle: Tagespiegel

 

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