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Bundeswehr in Afghanistan: Die Frage nach dem Kriegsgrund

Veröffentlicht am 05.10.2009 in Bundespolitik

Heute ist al-Qaida aus Afghanistan so gut wie verschwunden. Das sagt keine geringerer als der Oberkommandierende der Nato in Afghanistan, der amerikanische General Stanley McChrystal: “Ich habe keine Hinweise darauf, dass al-Qaida derzeit in Afghanistan eine größere Präsenz hat!” Die Intervention der Nato – das kann man mit Blick auf das ursprüngliche Ziel also sagen – hat Erfolg gehabt.

Aber was macht die Nato mit knapp hunderttausend Soldaten in Afghanistan, wenn al-Qaida dort schon “besiegt” ist? Die Standardantwort ist: Wir bleiben, damit al-Qaida nicht zurückkommt. Denn, das wird weiter hinzugefügt, es ist so gut wie sicher, dass die Terroristen zurückkommen, wenn die Nato jetzt rausgeht.
Es höchste Zeit zu überprüfen, ob die Kriegsgründe aus dem Jahr 2001 heute überhaupt noch Gültigkeit haben. Eine Afghanistan-Debatte ohne eine Debatte über al-Qaida ist keine Afghanistan-Debatte.
Quelle: Die Zeit

Anmerkung WL: Einmal abgesehen von der Frage, ob Al-Qaida vor 8 Jahren ein Kriegsgrund war, mit dem gleichen Grund hätte man in Pakistan, in Saudi Arabien oder in afrikanische Staaten einmarschieren können, aber immerhin lenkt Ulrich Ladurner das Augenmerk wieder auf eine ganz in Vergessenheit geratene Frage.

 

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