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Zahlreiche Flüchtlinge arbeiten schwarz für Hungerlöhne

Veröffentlicht am 03.09.2016 in Wirtschaft

In Asylbewerberheimen sind offenbar zahlreiche Vermittler unterwegs, die Flüchtlingen unangemeldete Jobs anbieten. Hunderttausende könnten einer Studie zufolge schwarz arbeiten. Die offiziellen Zahlen sind weitaus kleiner. (…)

Nach Erkenntnissen von NDR Info werden Flüchtlinge oftmals von Besuchern oder sogar von Mitarbeitern der Unterkünfte in Schwarzarbeit vermittelt. (…) Sozialarbeiter und Flüchtlingshelfer berichten von ähnlichen Strukturen in Berlin und Hamburg. Auch dort seien in Unterkünften Vermittler unterwegs, die Bewohnern gegen Geld Jobs, Wohnungen oder andere Dienste anböten. (…) Sozialarbeiter und Flüchtlingshelfer kritisieren, dass Flüchtlinge in der Schwarzarbeit häufig ausgebeutet würden. Auf legalem Wege könnten sie nur schwer Arbeit finden. Viele aber müssten Geld verdienen, um es nach Hause zu schicken oder Kosten für Schlepper zu bezahlen. „Ich will eigentlich nicht schwarz arbeiten“, erzählt ein Mann aus Burkina Faso, der seit zwei Jahren auf seinen Asylentscheid wartet, „aber anders finde ich keinen Job.“ Nima K. von der Berliner Willkommensinitiative berichtet von teils nur 80 Cent Stundenlohn und von angemeldeten 400-Euro-Jobs, hinter denen aber eine illegale Vollzeitbeschäftigung stehe. Um Schwarzarbeit zu finden, verlassen viele Asylbewerber nach Recherchen von NDR Info ihre zugewiesene Unterkunft und ziehen zeitweise in größere Städte, wo sie auf Matratzenlagern oder bei Freunden schlafen. Sie arbeiten dann schwarz als Tellerwäscher, Tapezierer, Putzkräfte oder beladen Container.
Quelle: FAZ.net

Anmerkung unseres Lesers J.A.: Ist das nicht genau das, was sich „die Wirtschaft“ von den Flüchtlingen wünscht, billige Arbeitskräfte? Und was ist an einem Stundenlohn von 80 Cent verkehrt, wenn die Arbeits- und Sozialministerin 100.000 solcher 1-Euro-Jobs schaffen will?

Anmerkung Christian Reimann: Bereits im Januar schrieb die „Welt“, dass mit dem „Flüchtlingsanstrum“ die Schwarzarbeit zunehme und im Februar schrieb der „stern“: Bis zu 300.000 Flüchtlinge arbeiten schwarz.
Konnte mit solchen Zuständen nicht gerechnet werden? Betrifft das lediglich Flüchtlinge, die aktuell – vor allem im letzten Jahr – nach Deutschland gekommen sind? Betrifft das nicht auch – neben nicht wenigen Einheimischen – auch viele zugereiste Menschen z.B. aus Bulgarien und Rumänien, wenn sie hierzulande kaum Chancen auf eine reguläres Einkommen haben?

 

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