SPD Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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Wirtschaftskrieg

Veröffentlicht am 09.10.2016 in Wirtschaft

Wer einen permanenten Wirtschaftskrieg führt, darf sich über Schüsse von der anderen Seite nicht wundern. Die USA nehmen europäische Unternehmen aus unterschiedlichen Gründen ins Visier. Das ruft die deutsche Politik auf den Plan. Was die konservativen Politiker allerdings nicht zur Kenntnis nehmen, ist die Rolle Deutschlands im internationalen Handelskonzert.

Wer über Jahrzehnte als Merkantilist auftritt, darf sich über interessengeleitete Handelspolitik der anderen Seite nicht beschweren. […]
Nach der Finanzkrise erreicht der deutsche Saldo gegenüber den USA und insgesamt neue Rekorde. In diesem Jahr wird er mindestens wieder so hoch wie 2015 sein. Wann schlägt ein solch dummes und leicht durchschaubares merkantilistisches Verhalten bei den Partnern in blanke Wut und in den Wunsch um, diesen „Musterknaben“ wo immer es geht, eine Lektion zu erteilen? Ist es nicht verständlich, dass eine US-Administration, die seit Jahren in Sachen Außenhandel von den Deutschen an der Nase herumgeführt wird, irgendwann die Faxen dicke hat und die Parole ausgibt, man müsse den Deutschen ans Leder, wann immer man es greifen kann?
Aber davon kann in Deutschland ja öffentlich nicht die Rede sein, weil man sich entschlossen hat, einfach nicht mehr über diesen Saldo zu reden. Man schaue nur die Gemeinschaftsdiagnose der so genannten Wirtschaftsforschungsinstitute an, die vergangene Woche (hier) veröffentlicht wurde. Kein Wort, dass der extreme deutsche Überschuss, der von den Instituten locker und ohne rot zu werden bis 2018 fortgeschrieben wird, für andere Länder ein Problem sein könnte.
Quelle: Makroskop

 

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