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Wirtschaft warnt vor steigenden Lohnkosten in Deutschland

Veröffentlicht am 28.07.2014 in Arbeit & Wirtschaft

Kein Wort davon, dass die deutschen Autobauer Milliardengewinne einfahren und das Top-Management Boni in Millionenhöhe einstreicht. Aber die Stoßrichtung ist klar: die deutschen Lohnabhängigen sollen mal wieder “Lohnzurückhaltung” leisten, damit der Export weiter brummt. Das “race to the bottom” geht weiter…

Zu den berühmten Wut- und Brandrednern Deutschlands zählt seit kurzem auch VW-Chef Martin Winterkorn. Vor kurzem kündigte er vor seinen Führungskräften ein milliardenschweres Sparprogramm an, um die Renditeziele für die nächsten Jahre zu erreichen. Winterkorn präsentierte einen ganze Palette an Vorschlägen, wo effektiver gearbeitet werden muss.
Neben zu hohen Entwicklungskosten und zu teuer geplanten Fabriken nahm er sich auch die Löhne der Mitarbeiter vor. Der Konzernchef beklagte, dass die Bezahlung in den vergangenen Jahren viel stärker gestiegen sei als die Produktivität. „Seien wir ehrlich: Wir haben in der Produktivität gegenüber den Kernwettbewerbern unverändert erheblichen Nachholbedarf”, lautete Winterkorns Fazit. Auf Deutsch heißt das nichts anderes, als dass die VW-Mitarbeiter zu viel verdienen…
VW-Chef Winterkorn ist noch nicht einmal der einsame Rufer in der Wüste. Auch die Konkurrenz aus München und Stuttgart hat Sparrunden ausgerufen, um bei den Kosten auf die Bremse zu treten. Bei BMW stehen die Brotzeitpausen der Beschäftigten auf dem Prüfstand, um die Arbeitskosten zu drücken. Über ähnliche Instrumente wird bei Daimler nachgedacht. Im Gespräch sind längere Arbeitszeiten in den Werken auf dem Heimatmarkt.
Die drei Automobilkonzerne stehen international symbolisch für die gesamte deutsche Wirtschaft. Obwohl es den Herstellern prächtig geht und sie so viele Autos wie nie verkaufen, lassen sie die Kosten nicht aus den Augen.
Quelle: The Wall Street Journal

 

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