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Sechs Millionen suchen Arbeit

Veröffentlicht am 01.11.2008 in Arbeit & Wirtschaft

„Weniger als drei Millionen Arbeitslose.“ Genauer gesagt: 2,997 Millionen. Doch ein Grund zum Jubeln ist das nicht. Denn das sind nur die offiziell registrierten Arbeitslosen. Von gut sechs Millionen Erwerbsfähigen, die Arbeitslosengeld beziehen, tauchen über drei Millionen in der Statistik nicht auf. So lautet die Antwort des Bundesministeriums für Arbeit auf eine Anfrage im März 2008.

Heute mal wieder die Jubelmeldungen von Glos und Scholz und die meisten Medien jubeln mit. Kaum einer redet darüber, dass ungefähr jeder Dritte, der einen Arbeitsplatz gefunden hat, auf Leiharbeitsbasis eingestellt wurde, also befristet und schlechter bezahlt und jetzt in der Krise, als erste wieder gefeuert werden (können). Etwa 2,3 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verdienen so wenig, dass sie sich zusätzliches Geld durch einen Nebenjob verdienen müssen. Unausgesprochen bleibt, dass nur noch etwas mehr als die Hälfte der Arbeitslosengeldempfänger in der Statistik als arbeitslos erscheinen.

Vor allem sprechen Glos und Scholz nicht darüber, was sie zu tun gedenken um den selbst von der Bundesagentur befürchteten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Wenn man weiß, wie die Bundesagentur in der Vergangenheit mit statistischen Beschönigungen gearbeitet hat, dann ist die heute genannte Zahl von 2,997 Millionen vergleichbar mit dem Verkaufstrick im Einzelhandel, wo man den Preis einer Ware auf 2,99 Euro auszeichnet.

 

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