Das deutsche Prozesskosten-Finanzierungsunternehmen Foris wird die Sammelklage finanzieren. Und 4.500 Österreicher, die sich beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) über ihre AWD-Berater beschwert haben, können sich beteiligen. Peter Kolba, Leiter der VKI-Rechtsabteilung: “Wenn sich alle beteiligen, dann wäre das der größte Zivilprozess in der Zweiten Republik.” Im bisher größten Zivilverfahren, dem WEB-Prozess in Salzburg vor 20 Jahren, hatte der VKI für 3.200 Kleinanleger geklagt.
45 Mio. Euro Gesamtschaden: Der Schaden im aktuellen Fall AWD beträgt laut Kolba rund 10.000 Euro pro Betroffenem, also rund 45 Millionen Euro insgesamt. Entstanden ist der Schaden durch den massiven Kursverfall der von AWD verkauften Immofinanz- und Immoeast-Aktien.
“So sicher wie ein Sparbuch”: Der Vorwurf gegen AWD: In Beratungsprotokollen sei zum Teil zwar gestanden, dass die Gefahr eines Totalverlusts besteht. Tatsächlich aber seien die Aktien als Fonds, als mündelsicher und als “so sicher wie ein Sparbuch” angepriesen worden. Daher die Klage beim Wiener Handelsgericht.