SPD Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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Preisdruck-Politik und Pfusch am Bau

Veröffentlicht am 08.03.2010 in Wirtschaft

Das Baugewerbe gibt der Politik eine Mitschuld an Pfuschereien wie sie gerade in Köln und Düsseldorf publik wurden. Der Staat sei als Auftraggeber dafür verantwortlich, dass Facharbeiter kaum noch zu bezahlen seien. Nur durch Dumpinglöhne könne man im harten Preiswettbewerb bestehen.

Nach der Aufdeckung eklatanter Pfuschereien beim Bau der U-Bahnen in Köln und Düsseldorf gibt das Baugewerbe der Politik eine Mitschuld. Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Hans-Hartwig Loewenstein, sagte der Zeitung “Rheinpfalz am Sonntag”: “Der Staat hat als öffentlicher Bauherr maßgeblichen Anteil am sinkenden
Qualifikationsniveau auf den Baustellen.” Wer glaube, mit immer mehr gering- oder unzureichend qualifizierten Mitarbeitern mehr Qualität erreichen zu können, der irre, betonte
Loewenstein. Auch die Änderung an der Handwerksordnung habe dazu geführt, dass zu großen Teilen aus Osteuropa stammende, weitgehend unqualifizierte Bauarbeiter als Scheinselbständige auf den Baustellen tätig seien.
Loewenstein erklärte, die Verbände hätten früh auf die Konsequenzen aufmerksam gemacht, doch die damalige rot-grüne Bundesregierung habe die Warnungen in den Wind geschlagen. Deshalb dürfe man sich nicht wundern, “wenn der Pfusch allgegenwärtig wird”. Mit Strafverschärfung lasse sich allerdings nur wenig bewirken.
Quelle: SPIEGEL

 

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