SPD Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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G 8 - die Turbo-Schule hat versagt

Veröffentlicht am 09.08.2010 in Bildung

Die Turbo-Schule ist eine riesige Black-Box, die Geld, Zeit und Energie vernichtet: Geld der Steuerzahler, die für Unterrichtsstunden löhnen, in denen rein gar nichts mehr läuft, weil Schüler und Lehrer nach der Mittagspause träge im Nachmittagsunterricht dahindämmern.

Vernichtet wird die bislang unverplante Zeit der Schüler am Nachmittag, in der diese ihren individuellen Interessen nachgehen und sich abseits von der künstlichen Schulwelt auch mal selbst ein Bild von der wirklichen Welt machen könnten; Zeit der Lehrer, die für Regeneration und Unterrichtsvorbereitung dringend gebraucht würde. Kurz: Die Turbo-Schule ist eine Geldschleuder, die sich sparen könnte, wer Lerneffizienz im Auge hat. Spätestens jetzt – nach den ersten Jahren ihrer Existenz – gehört sie auf den Prüfstand. Denn sie verschleißt – um es in der Sprache ihrer Erfinder auszudrücken – Humankapital. Bis auf Rheinland-Pfalz, wo das G8 nur an einigen Ganztagsgymnasien realisiert ist, einigten sich alle Länder im Turbo-Tempo auf die Turbo-Schule. Doch was Eltern von G8-Kindern längst beobachtet haben, bestätigt seit Kurzem die empirische Forschung: Der kürzere Weg zum Abitur wird mit einem Qualitätsverlust erkauft. In Sachsen-Anhalt gab es bereits 2007 ein Doppelabitur. Eine Studie des Europäischen Instituts für Wirtschaftsforschung von April, die hier 1500 Abiturienten ins Visier genommen hatte, zeigte: Die Turbo-Abiturienten besaßen deutlich schlechtere Mathematik-Kenntnisse, die weiblichen Absolventen schnitten auch schlechter in Englisch ab.
Quelle: FR

 

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