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Finanz-Casinobetrieb geht ungestört weiter und der Bürger bezahlt!

Veröffentlicht am 18.11.2008 in Wirtschaft

Handel mit Kreditrisiken geht trotz Finanzmarktkrise munter weiter

Der Handel mit Kreditrisiken verzeichnete in den vergangenen Jahren massive Zuwächse. Der Nominalwert gehandelter Kreditderivate war nach Angaben der ISDA, also der International Swap Dealer Association, in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres bis auf 62 Billionen Dollar gewachsen.

Im Rahmen der Kreditkrise und der durch die Bankenpleiten verursachten Turbulenzen ging es in der ersten Hälfte des laufenden Jahres zwar zurück auf 54,6 Billionen Dollar. Allerdings ist der Markt weiterhin sehr aktiv. Das zeigt sich an Daten, die neuerdings von der amerikanischen Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) veröffentlicht werden.

Danach hatten die Marktteilnehmer in der Woche bis zum 31. Oktober insgesamt knapp 2,5 Millionen Kreditderivate mit einem Nominalwert von 33,56 Billionen Dollar gehandelt. 88,4 Prozent der Geschäfte wurden unter den professionellen Händlern selbst gehandelt, lediglich 11,6 Prozent der Kontrakte gingen im Kundengeschäft über den virtuellen Tresen.
Quelle: FAZ.Net

Anmerkung WL: Warum sollte der Handel mit Kreditrisiken auch einbrechen, wenn die Händler damit rechnen können, dass die Staaten für die Verluste bürgen. Da stellen allein die USA 700 Milliarden Dollar und Deutschland mit 500 Milliarden Euro einen Bankenschirm bereit und unterhalb des Schirmes wird mit zweistelligen Billionen (!)- Beträgen munter weiter gezockt. Offenbar ist beliebig viel Geld da um solche Kettenbrief-Spiele weiter zu machen und der Steuerzahler darf für die Risiken gerade stehen. Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.

 

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