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Erwerbslosigkeit - hinter die verbrämte Statistik geschaut

Veröffentlicht am 01.07.2010 in Wirtschaft

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes würden 8,6 Millionen Menschen zwischen 15 und 74 Jahren gern mehr arbeiten, als sie es derzeit tun. Dazu gehören nicht nur die 3,2 Millionen Erwerbslosen.

Wie unvollständig die Zahlen der Bundesagentur sind, führte am Dienstag das Statistische Bundesamt vor, das die Unterbeschäftigung in Deutschland erhebt. Hinzu kommen 1,2 Millionen in der “stillen Reserve”, die sich durch Fortbildungen hangeln oder keine Kinderbetreuung finden. Dann gibt es Millionen Teilzeitbeschäftigte, die am liebsten ihre Arbeitszeit aufstocken würden. Auch manche Vollzeitkraft könnte sich Überstunden vorstellen, um den Verdienst aufzubessern. Es ist nicht trivial, welche Statistik von Politik und Medien beachtet wird. Zählt man nämlich nur die offiziellen Erwerbslosen, dann steht Deutschland unter den 27 EU-Staaten sehr gut da: Zuletzt war es Platz 7, wie die Bundesagentur ausweist. Wird jedoch auch die Unterbeschäftigung berücksichtigt, landet Deutschland plötzlich weit hinten – auf Platz 20.
Quelle: TAZ

Erwerbslosigkeit sinkt offiziell
Minus 88000 – Bundesagentur spricht von Aufschwung und Frühjahrsbelebung
Es klang wieder gut, was die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg zu berichten hatte. Konjunkturaufschwung und Frühjahrsbelebung haben demnach die (amtlich zugegebene) Arbeitslosigkeit in Deutschland im Juni weiter abschmelzen lassen. Die Zahl der Menschen auf Jobsuche sei dabei gegenüber Mai um 88000 auf 3,153 Millionen zurückgegangen. Die Quote sank demnach um 0,2 Punkte auf 7,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 257000 Menschen weniger ohne Erwerbsarbeit.
BA-Chef Frank-Jürgen Weise sah dennoch keinen Anlaß zur Entwarnung: »Die Entwicklung ist gut, eigentlich überraschend. Aber es ist noch nicht geschafft«, sagte er. Ihm bereite der Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt Sorgen. Gut bezahlte Vollzeitstellen würden abgebaut, die Zahl der schlechtbezahlten Teilzeitstellen dagegen nähme zu.
Quelle: junge Welt

 

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