
Am Krankenbett stehen sich zwei entgegengesetzte Denkschulen gegenüber, der Neoliberalismus und die Sozialdemokratie. Moment mal, der Neoliberalismus? Ist das nicht derselbe, dem im Zuge der Finanzmarktkrise das Totenglöckchen läutete?

Am Krankenbett stehen sich zwei entgegengesetzte Denkschulen gegenüber, der Neoliberalismus und die Sozialdemokratie. Moment mal, der Neoliberalismus? Ist das nicht derselbe, dem im Zuge der Finanzmarktkrise das Totenglöckchen läutete?
Waren die Neoliberalen nicht als Scharlatane enttarnt, die mit ihrer Deregulierungsmedizin den ganzen Schlammassel erst angerichtet hatten?
Heute können die Neoliberalen ihr Glück kaum fassen [...] Der Boulevard lechzte förmlich danach, Schlendrian, soziale Hängematte und Staatsschulden zu einem unappetitlichen Gebräu zu vermischen. Die abstrakte Finanzkrise wurde so zu einem stammtischkompatiblen Moral-Lehrstück über fleißige Nordvölker und faule Müßiggänger im Süden. Beinahe gerecht erschien es den emsigen Ameisen, dass die Zuchtmeister der Finanzmärkte nun den südländischen Grillen die Quitting für ihren Schlendrian ausstellten. In Deutschland fiel die Milchmädchenrechnung der „schwä bischen Hausfrau“ auf besonders fruchtbaren Boden, weil in jedem von uns auf ewig das Trauma der Hyperinflation schlummert.
Um diesen Geist zu bannen, werden nun Rosskuren verschrieben, die zur Heilung der schwindsüch tigen Volkswirtschaften ungefähr so geeignet sind wie ein mitterlalterlicher Aderlass.
Quelle: sagwas
Anmerkung JB: Paradox, dass ausgerechnet die Partei, die die Sozialdemokratie in ihrem Namen trägt, der Sozialdemokratie in dieser „Entscheidungsschlacht“ in den Rücken schießt
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