Vertreter der Wirtschaft in Verbindung mit ihren Lobbyisten verwechseln
häufig Bildung und Ausbildung. Das umfassende Verwertungsinteresse der Ressource Mensch hat längst das Bildungssystem erfaßt.
Vertreter der Wirtschaft in Verbindung mit ihren Lobbyisten verwechseln
häufig Bildung und Ausbildung. Das umfassende Verwertungsinteresse der Ressource Mensch hat längst das Bildungssystem erfaßt.
Der Druck auf Schüler und Lehrer steigt. Dabei braucht kreatives und nachhaltiges Lernen Zeit. Gegenwärtig besteht aber die Gefahr, dass es direkt in die umgekehrte Richtung geht. Der Druck soll sogar noch erhöht werden. Verkürzung der Gymnasialzeit, Anhebung und Vereinheitlichung der Leistungsstandards, Evaluation und Controllings im Sinne der Forderungen aus der Wirtschaft werden das Klima an den Schulen kaum verbessern.
So fordert der “Aktionsrat Bildung” der Bayerischen Wirtschaft, Lehrer nur noch befristet anzustellen, ihre Gehälter “leistungsbezogen” auszugestalten und die Schulen zu privatisieren. In einer auf marktwirtschaftliche Effizienz getrimmten Schule mit Lehrern als ängstlich-angepassten Saisonarbeitern werden auch die Schüler nichts mehr zu lachen haben. Nur die Wiedereinführung der Prügelstrafe wäre noch härter.
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