SPD Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz

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Die alte deutsche Wirtschaft und der Baron zu Guttenberg

Veröffentlicht am 28.08.2009 in Bundespolitik

Der Wahlkampf zeigt: Die Finanzkrise hat den Politikbetrieb nicht verändert. Der Paul Kirchhof 2009 heißt Karl-Theodor zu Guttenberg. Offenbar erfüllt dieser Politiker die tiefe Sehnsucht vieler Bürger nach der alten Welt vor der Krise, nach der Zeit mit klaren Regeln und ohne all die Tabubrüche, zu denen sich die Politik gezwungen sah. Er steht für die deutsche “Ordnungspolitik”, die sich viele zurückwünschen, obwohl sie versagt hat. Merkel und ihr Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) haben sich die Finger schmutzig gemacht, als sie gegen ihre Überzeugung eine Bank verstaatlichten und Opel mit Steuergeldern am Leben hielten. Zu Guttenberg hat sich nicht dagegen gesperrt, jedenfalls nicht konsequent.

Aber rhetorisch geht er auf Distanz, wahrt die Linie und Ideologie, die sich in der Praxis nicht durchhalten ließ.

Wenn andere pragmatisch nach der besten Lösung in schwierigen Zeiten suchen, redet er über Prinzipien ohne Bezug zur komplexen, schwierigen Realität. Damit befriedigt er die Wünsche nach einer klar geregelten Welt. Die gibt es zwar nicht mehr. Aber egal. Geschickt meidet der Wirtschaftsminister jede Auseinandetzung in der Sache und weicht ins Schwammige aus. Das macht den Wahlkampf 2009 aus und den Erfolg seines neuen Politikstars.
Quelle: FR

 

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