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Bahamas-Leaks zeigen: Politiker nutzen Inselstaat als Steueroase

Veröffentlicht am 22.09.2016 in Allgemein

Mit solchen Meldungen kann man ganz wunderbar davon ablenken, dass die größten Steueroasen mitten in Europa existieren und Luxemburg, Irland und Niederlande heißen.

Die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes war während ihrer Amtszeit Direktorin einer Briefkastenfirma auf den Bahamas. Das ergibt sich aus vertraulichen Dokumenten, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen. Demnach hat die Niederländerin gegen den Verhaltenskodex der EU-Kommission verstoßen. Die heute 75-Jährige war von 2000 bis 2009 – und damit auch als EU-Kommissarin – Direktorin der Mint Holdings Limited. Kommissionsmitgliedern ist jegliche Nebentätigkeit verboten. Kroes hätte ihre Tätigkeit in dem Steuerparadies auch dann noch erklären müssen, als sie den Direktorenposten aufgegeben hatte. Auch dies unterblieb. Auf Anfrage ließ Kroes mitteilen, es handle sich um ein „Versehen“. Ihr Anwalt sagte, sie übernehme die „volle Verantwortung“. Am Mittwoch unterrichtete sie Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
Quelle: Süddeutsche

 

Anmerkung JK: Wieder eine Nebelkerze, der tollen Investigativjournalisten der SZ? Mit solchen Meldungen kann man ganz wunderbar davon ablenken, dass die größten Steueroasen mitten in Europa existieren und Luxemburg, Irland und Niederlande heißen. Dass das größte Problem darin liegt, dass Konzerne wie Apple, die Milliardengewinne scheffeln, faktisch keine Steuern zahlen und nicht darin, dass abgehalfterte Politiker Konten auf den Bahamas unterhalten.

 

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