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Atomkraftnutzung ohne Endlager

Veröffentlicht am 03.09.2008 in Bundespolitik

Die CDU/CSU setzt weiter auf die weder ethisch noch ökonomisch und ökologisch verantwortbare Atomkraft. Die unglaublichen Vorkommnisse um das Atomlager Asse haben wieder einmal gezeigt, dass es heine Endlager für radioaktive Abfälle aus den AKW´s gibt.

Pannenserie im Atommülllager Asse: Der Endlager-Gau
Ein Statusbericht bestätigt, dass das frühere Bergwerk undicht ist. Umweltminister Gabriel sieht Sicherheit des gelagerten Atommülls als “nicht nachgewiesen”.

Nach jahrzehntelanger Schlamperei und Vertuschung steht im Atommülllager Asse offenbar ein Betreiberwechsel bevor. Nach der Vorstellung eines neuen Statusberichts erhob Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) schwere Vorwürfe gegen die bisherigen Betreiber und Aufsichtsbehörden. “Sie können sagen, dass die Sicherheit nirgends nachgewiesen ist”, sagte Gabriel. Asse sei “die problematischste kerntechnische Anlage in Europa”.

Der bisherige Betreiber, das dem Bundesforschungsministerium unterstellte Helmholtz-Zentrum, sei lange Zeit ungenehmigt mit radioaktiven Stoffen umgegangen, habe Dokumentations- und Strahlenschutzanweisungen verletzt und die Behörden unzureichend informiert. Es sei ein “unglaublicher Vorgang”, dass bereits im Jahr 1967 Wasservorkommen in der Asse bekannt gewesen seien, sagte Gabriel. “Es gab nie ein sicheres Endlager Asse, sondern es wurden bewusst Informationen zu Laugenzutritten unterdrückt.”
Quelle: TAZ

Siehe dazu auch:

“Es ist der GAU”
Einem neuen Bericht zufolge waren im Endlager Asse offenbar doch Kernbrennstäbe deponiert. Zudem soll das Leck des Salzstocks schon vor 40 Jahren bekannt gewesen sein. Umweltminister Gabriel reagierte empört.

Anders als zuvor behauptet lagerten auch Kernbrennstoffe in der Asse, betonte Gabriel. “Unglaublich” sei auch, dass die Undichtigkeit des Bergwerks bereits seit 1967 bekannt sei und nicht erst seit 1988. Da “grob fahrlässig” gehandelt worden sei, müsse auch die Frage von Strafanzeigen geprüft werden. Die Einlagerung der Atommüll-Fässer sei damals in feuchten Kammern erfolgt, wie die Befragung von Mitarbeitern ergeben habe. “Es gab nie ein sicheres Endlager Asse, sondern es wurden bewusst Informationen zu Laugenzutritten unterdrückt”, kritisierte Gabriel.
Quelle: Zeit

 

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