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Arcandor löst sich auf, Eick geht als Multimillionär

Veröffentlicht am 04.09.2009 in Arbeit & Wirtschaft

Eine der größten Pleiten der Bundesrepublik ist nun offiziell: Das Essener Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren für zunächst 21 Gesellschaften des Handels- und Tourismuskonzerns Arcandor eröffnet. Darunter sind die größten Töchter wie die Karstadt-Warenhäuser, die Versandhandelstochter Primondo und der Katalogversender Quelle. Nun liegt das Schicksal von deutschlandweit rund 45.000 Beschäftigten in den Händen von Juristen.

Kurz nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens trat Arcandor-Vorstandschef Karl-Gerhard Eick wie erwartet von seinem Amt zurück. Nach einem Bericht der Bild-Zeitung will er einen Teil seines von Anteilseigner Sal. Oppenheim garantierten 15 Millionen-Gehalts spenden - als Reaktion auf die scharfe Kritik nicht zuletzt von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Quelle: FR

Anmerkung RS: Dass der Vorstandschef einer Pleitefirma überhaupt eine Abfindung kriegt, ist skandalös – unabhängig davon, ob er für die Pleite verantwortlich ist. Das sind die Mitarbeiter auch nicht, die keine Millionenabfindung kriegen. Es scheint auch die neue Masche zu sein, eine Millionenabfindung zu kriegen, und einen Teil davon zu „spenden“. Um solche Abfindungen künftig „dezenter“ erscheinen zu lassen, könnte man ja die Abfindungen verdoppeln und die Hälfte „spenden“. Auf diese Weise könnte man absahnen und trotzdem als großzügig gelten.

 

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