Das jüngste Kapitel in diesem Kontext sich gegenseitig befeuernden militärischen Schwachsinns schreibt gerade die Bundeswehr: Fünf deutsche Euro-Fighter patrouillieren vom Flugplatz Amari – nahe der estnischen Hauptstadt Tallinn – aus am Himmel über dem Baltikum.
Nur wenige Flugminuten von russischem Territorium. Und mit voller Kriegsbewaffnung; dieses im Fachjargon Waretime Load genannte Potpourri umfasst ein Maschinengewehr (mit bis zu 1.700 Schuss pro Minute), eine Bordkanone, Infrarot-Kurzstrecken- sowie radargesteuerte Mittelstreckenraketen zur Bekämpfung von Luftzielen und Tarnflugkörper zur Täuschung des Gegners. Damit setze man, so Luftwaffeninspekteur Karl Müllner, ein Signal an Russland und an die eigenen Soldaten.
Was letztere anbetrifft, so lieferte Müllner zugleich ein Schulbeispiel für das Denken eines offenbar ebenso einsatznahen wie politikfernen Kommisskopfes…
Angesichts all dessen ist der von der stellvertretenden Bundestagsfraktionschefin der Linkspartei, Sarah Wagenknecht, vorgetragenen Forderung „Die Bundesregierung sollte diesen Wahnsinn sofort stoppen!“ eigentlich nur noch die Hoffnung hinzuzufügen, dass die Masse der etwas über 100 deutschen Eurofighter bitte auch künftig wegen Ersatzteilmangels größtenteils am Boden bleiben möge.
Quelle: Wolfgang Schwarz im Blättchen