Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) macht einen altbekannten Atom-Hardliner zum neuen Leiter der Reaktorsicherheitsabteilung in seinem Haus. Es handelt sich nach FR-Informationen um den Juristen Gerald Hennenhöfer. Dieser hatte dieselbe Position bereits in den 90er Jahren unter der damaligen Umweltministerin und jetzigen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) inne und war von diesem Posten direkt in die Stromwirtschaft gewechselt, was damals öffentliche Kritik ausgelöst hatte.
Der Spitzenbeamte war nach dem Amtsantritt von Rot-Grün Ende 1998 von Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) beurlaubt worden. Danach wechselte er zum Stromkonzern Viag (heute Eon), der ihn zum Generalbevollmächtigten machte. Moniert wurde damals, dass der Konzern sich Ministerialbeamte und deren Wissen “einkaufe”. Tatsächlich verhandelte Hennenhöfer dann auch im Viag-Auftrag den rot-grünen Atomkonsens mit, der 2000 verabschiedet wurde und die AKW-Laufzeiten auf im Schnitt 32 Jahre begrenzte. Sein Name steht unter dem “Konsenspapier” vom 14. Juni 2000.
Quelle 1: FR
Anmerkung: Soviel zum so genannten Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg, weil der Ausstieg vom Ausstieg von der Mehrheit der Menschen nicht akzeptiert werde.