# Steuerzahler stützen Wirtschaft mit 11.000 Milliarden Franken
Es ist die teuerste Rechnung aller Zeiten. Würde sie unter der Weltbevölkerung aufgeteilt, müsste sich jeder Bewohner mit 1665 Franken daran beteiligen. Bisher haben weltweit 37 Staaten, die EU sowie der Internationale Währungsfonds Rettungsmassnahmen für Banken und andere Firmen in der Höhe von 11 324 Milliarden Franken beschlossen.
Dies ergibt eine Aufstellung der «NZZ am Sonntag», die mit Hilfe von Research-Abteilungen internationaler Grossbanken entstanden ist. Die Summe ist hundertmal so gross wie die jährliche Entwicklungshilfe derselben Industriestaaten, die nun ihre taumelnde Wirtschaft zu retten versuchen. Und sie entspricht 18 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts von 2007. Rund ein Fünftel von dem, was die Weltwirtschaft vor etwas mehr als einem Jahr erarbeitet hat, wollen die Staaten also nun für deren Rettung ausgeben.
Und das alles, damit z.B. im noch ungetrübten Jahr 2006 allein die Angestellten der Credit Suisse und der UBS 20 Milliarden Franken Boni erhielten - bei Eigenkapitalrenditen von 30 Prozent und mehr.
Die damalige Berechnung der Gewinne, die die Basis der Boni waren, basierte auf falschen Vorstellungen des Wertes der Schrottpapiere. Eigentlich bedürfte es einer Rückabwicklung, aber darüber denken die politisch Verantwortlichen nicht einmal nach.