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Arbeitsmarkt: Weise rechnet mit radikalem Jobabbau

Veröffentlicht am 16.12.2009 in Wirtschaft

Die Aussichten sind beängstigend: In der Hightech-, Maschinenbau- und Autoindustrie droht 2010 ein massiver Jobabbau, warnt Frank-Jürgen Weise. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt der Bundesagentur-Chef, wieso der Arbeitsmarkt ungerechter wird - und es Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen besonders treffen wird.
Ausgerechnet Deutschlands Hightech-Firmen trifft es am härtesten: Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, erwartet in Branchen wie der Autoindustrie einen massiven Jobabbau im kommenden Jahr. Der Grund: Dort seien besonders viele Firmen vom schwächelnden Export abhängig.

Derzeit seien Hunderttausende Arbeiter auf Kurzarbeit gesetzt, sagt Weise im SPIEGEL-ONLINE-Interview. “Das wird auf Dauer nicht durchzuhalten sein.” Kurzarbeit sei für die Unternehmen teuer.
Quelle: SPIEGEL Online

Kommentar JA: Charmanter als Weise kann man die absolute Hilf- und Ratlosigkeit des völlig gescheiterten neoliberalen Wahnsinns in der Arbeitsmarktpolitik kaum verpacken: “Besser schlechte Arbeit als gar keine” - “die Ungerechtigkeit des Zweiklassen-Arbeitsmarkts ist leider notwendig” - “Zeitarbeit zum Lohndumping zu ‘mißbrauchen’, ist schmuddlig” - “neue Arbeitslose sind die Konkurrenten (!!!) für Langzeitarbeitslose” - besser gar keine Analyse als so einen Müll, würde ich sagen.
In welche Jobs will Weise eigentlich die - angeblich “dringend notwendigen” - Ingenieure und Naturwissenschaftler stecken, wenn die Hightech-Branchen seiner eigenen Aussage nach am härtesten von der Wirtschaftskrise getroffen werden und wenn vor allem Naturwissenschaftler schon heute die Verlierer des neoliberalen “Wirtschaftsmodells” sind? Auch in Niedriglohn- und Zeitarbeitsjobs, wie alle anderen?

 

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